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1301 IK

Auf dem Weg zur Inklusion - Sprache schafft Wirklichkeit

Rebecca Maskos

Journalistinnen und Journalisten bedienen sich oft einseitiger Sprachbilder, Floskeln und Klischees. Formulierungen wie „ an den Rollstuhl gefesselt“, oder „leidet an“ lassen negative Bilder im Kopf entstehen, die das öffentliche Bild behinderter Menschen prägen. Für sie heißt das, als Opfer oder Helden wahrgenommen zu werden, die ihr schweres Schicksal tapfer meistern, obwohl viele Menschen gerne leben – gerade auch mit ihrer Behinderung. Wir alle kennen die Unsicherheiten, wenn es um den eigenen Umgang mit Sprache geht: „Behindert“, „anders begabt“, „besonders befähigt“…was darf ich sagen, was ist beleidigend? Ein Rezept gibt es nicht – und auch unter behinderten Menschen sind die Bezeichnungen umstritten. Andererseits kommen Sprache und Medien in einer Zeit, in der Inklusion von den Vereinten Nationen eingefordert wird, eine Schlüsselrolle zu. Wie können wir es also besser machen?
Rebecca Maskos zeigt auf, welche Sprachbilder von Behinderung existieren und wie wir sie im bewussten Umgang mit Sprache ändern können. Sie stellt konkrete Beispiele und Tipps vor anhand der Webseite „Leidmedien.de“. Anschließend gibt es die Möglichkeit zu Austausch und Diskussion.

Rebecca Maskos ist freie Journalistin, Print- und Online-Autorin und Referentin für Disability-Studies. Sie beschäftigt sich vorrangig damit, wie Behinderung in Kultur, Politik und Gesellschaft vorkommt und wie die traditionellen wissenschaftlichen Blickwinkel den Diskurs über Behinderung bestimmen. Rebecca Maskos ist Rollstuhlfahrerin und berichtet auch aus eigener Erfahrung.

Termin(e)
Do, 12.09.2013, 19:30 Uhr

Eintritt frei

Medienhaus am Campus, Am Barkhof 10 a,
Mensa

In Kooperation mit der Stadt Osterholz

Anfrage
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